Montag, 28. August 2017

Sommerpost 2017: Drei weitere blaue Stoffschätze und Antworten auf eure Fragen zum Sonnendruck


Meine Pinnwand füllt sich!

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Nach einem kurzen Abstecher in`s Bunte geht es hier wieder weiter mit einem blauen Beitrag! Zuerst noch einmal ganz lieben Dank für eure Kommentare und das Lob zu meinem Beitrag zur Sommerpost. Ein paar Fragen wurden dort gestellt, ich beantworte sie einfach mal hier sogut ich kann:

Michaela fragte, ob ich die Stoffe einzeln beschichtet und dann direkt belichtet hatte oder mehrere Stücke vorbereitet hatte.

Aus Platzgründen konnte ich immer nur 4-5 Stückchen Stoff mit der Flüssigkeit einstreichen und im Badezimmer trocknenlassen. Die trockenen bzw. fast trockenen Stücke habe ich dann in einem Umzugskarton in der dunklen Abstellkammer "geparkt", während ich die nächsten Stücke im Bad vorbereitet hatte. Meine Gelblichtlampe diente für diese Zeit als Lichtquelle im Bad, den Lichtschalter hatte ich zugeklebt und wer auf`s Klo musste, durfte sich bei mir melden, dann wurde die Tür aufgeschlossen...(der Hausherr, der diesen Zirkus eher nicht mitgemacht hätte, war in der Zeit arbeiten- bis zum Abend hatte ich alles wieder weggeräumt...)  :)

Länger als 1-2 Tage würde ich beschichtete Stoffe und Papiere aber nicht aufbewahren- ich habe den Eindruck, die Ergebnisse werden besser, wenn die Lösung nicht zu lange im Stoff, auf dem Papier bleibt... ich teste gerade weiter.

Lisa merkte an, die Einpinselei mit Trocknung im Dunkeln wäre ja eher für die dunkle Winterzeit geeignet, womit Du absolut recht hast, liebe Lisa. Mit Wintersonne (so denn welche scheint) kann man natürlich auch belichten. Dann muss die Belichtungszeit verlängert werden und der Stoff/Objekte/Folien/Glasscheiben Sandwich sollte so miteinander verbunden werden (mit Klammern o. Ä.) dass er schräg gestellt werden kann, so dass die tiefer stehende Sonne möglichst im 90 Grad Winkel auf die zu belichtende Fläche fällt.

Sandra fragte nach der Herkunft des Kreisausstanzers, den ich für meine Anhängsel benutzt hatte:

Das Teil nennt sich EK Success Large Punch 2,5 `Circle  Leider weiß ich nicht mehr, bei welchem Händler ich damals bestellt hatte, aber das sollte sich online gut finden lassen.

Aber nun möchte ich euch meine anderen Stoffschätzchen zeigen, die ich bekommen habe:

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Echte Schneckenpost, sowohl auf dem Umschlag, der Karte und dem Stoff habe ich von Karen bekommen. Karen hatte das Inkodye-Set gewonnen und sich die Zeit genommen, sich mit dieser offensichtlich nicht ganz so gelingsicheren Variante des Fotodrucks auseinanderzusetzen. Lesenswert für alle, die mit dieser Technik auch noch mal arbeiten möchten und vielleicht auch mal andere Farben als Blau versuchen wollen.

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Ist sie nicht schön, die "Himmelsstürmerin"?

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Und noch ein kleines Extrastück gab es dazu...

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...über mangelnde Abbildungsschärfe kann man sich auf jeden Fall nicht beklagen- auch wenn die Farbkontraste nicht ganz so heftig ausgefallen sind- ich hatte noch kein Inkodye-Resultat in "Echt" gesehen und mag die Ergebnisse auch sehr gerne. Vielen Dank, liebe Karen!


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Und hier mein erster Sunprint in dieser Reihe! Marietta hat sich die Warterei auf Sonnenschein gespart und ihre Stoffe im Backofen produziert. Da bei dieser Technik ja eher die Wärme der Sonne und nicht die UV-Strahlung nötig ist, geht das offensichtich auch- und ganz hervorragend, möchte ich sagen. DAS werde ich definitiv auch mal probieren, wenn die Tage hier oben wieder kürzer und dunkler werden.

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Hier sieht man gut die typischen dunkleren Ränder, die durch die Pigmentwanderung beim Trocknen entstehen und das Motiv plastisch wirken lassen. Gefällt mir guuut!
Vielen Dank, liebe Marietta!

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Foto: Michaela Müller

Den letzten Stoff für heute durfte ich schon vor längerer Zeit persönlich in Empfang nehmen. Michaela und ich hatten einen schönen, schön verregneten Kopenhagen Tag und ich durfte neben einigen anderen ganz speziellen Geschenken (ein anderes Mal mehr dazu :) ) einen Bonus-Stoff nach Müllerin Art auspacken.

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Cyanotypie mit Folienmuster und Masking-Tape- sehr fein wie immer!

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Sogar an die Signatur (und den Fisch) hat Michaela gedacht! Vielen lieben Dank!

Das waren sie, die neuesten Blauen Sommerstoffe. Ich experimentiere ein wenig weiter mit Papierbelichtung. Da gibt es noch viel herauszufinden... :)

Hier geht es zur Linksammlung der Sommerpost 2017.

Blaue Grüße aus Kopenhagen

Kristina









Donnerstag, 24. August 2017

Farbenspiel : Der Knaller - Neon!


Nachdem es hier bei Am liebsten Bunt in den letzten Wochen ja überwiegend Blau zuging (und auch noch einige blaue Blogbeiträge folgen- die Sommerpost 2017 ist ja noch in vollem Gange) Gibt es heute mal wieder eine Ladung Knallbuntes!

Mit Bunt an sich habe ich bekannterweise ja wenig Schwierigkeiten, aber es geht immer noch ein wenig bunter, und da der August dieses Jahr ja vielerorts eher grauen Himmel geboten hat, kommt sie vielleicht gerade recht: Eine ordentliche Portion NEON.

Judith, die den Blog "Septembers Quiltdelight" schreibt hat zusammen mit Julia von "Fine Fabric" das Blogger-Jahresprojekt "Farbenspiel" ins Leben gerufen, bei dem sich alles um Farbe, Farbkombinationen, Farbwirkung etc. dreht. Jeder Monat ist einer Farbe bzw. einer Farbgruppe gewidmet. Der August ist den Knalligen Farben gewidmet.
Hier gibt es eine Linksammlung mit vielen Beiträgen zu unterschiedlichen Kreativ-Themen/Projekten.

Und für dieses Farbenspiel habe ich einen kleinen Gastbeitrag auf ihrem Blog zum Thema Stoffdruck und Bemalung beigesteuert. Neonfarben hatte ich bislang eher nicht im Program, jetzt aber schon- schaut doch mal vorbei!

Hier geht zu meinem Gastbloggerbeitrag: KLICK!


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Donnerstag, 17. August 2017

Sommerpost 2017 - mein Beitrag zum blauen Sommer


Meine Stoffe sind inzwischen (hoffentlich) bei allen Gruppenmitgliedern eingetroffen und ich bin schon ganz gespannt, was diese Woche wohl im Briefkasten liegt...!

Hier zeige ich euch, wie ich- dieses Mal ohne Siebbelichter und ohne Garten- meine Stoffe ( und ein paar Papiere) belichtet habe.

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Hier seht ihr ein fertiges Stoffstück. Ich habe mich für die Cyanotypie entschieden. Eine faszinierende Technik- bestimmt habt ihr schon im Post-Kunst-Werk Blog von Michaela und Tabea in der Linksammlung zur Sommermailartaktion gestöbert. Falls nicht: eine wahre Fundgrube an Tipps und Inspiration zum Thema Sonnendruck!

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Aber bevor ich mich ans Verpacken der Stöffchen machen konnte, war noch ein wenig Vorbereitung vonnöten.



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Ich wollte gerne einen etwas gröberen, nicht reinweißen Stoff verwenden. Da kam mir dieser Baumwoll/Hanf Mix (wie das Cyanotypie Set auch vom Jeromin-Shop) gerade recht. Also ab damit in die Waschmaschine, zurechtreißen (ich wollte offene Kanten) und Bügeln.

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Die zwei Chemikalien kommen bereits fertig abgewogen in Einzelflaschen. Sehr praktisch.

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Eine der Flaschen habe ich mit Klebeband "verdunkelt". Darin bewahre ich die fertige Lösung auf.

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Das Wasser wird einfach in die Flaschen gefüllt. Schütteln und die beiden Flüssigkeiten zusammenschütten- fertig!

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Wir wohnen zur Zeit in einer kleinen Wohnung ohne Keller, Dachboden etc. Das Problem, der Trocknungszeit im Dunkeln habe ich so gelöst:
Diese Gelblichtbirne benutze ich auch, wenn ich Siebe beschichte. Also habe ich eine Stehlampe damit bestückt und bin in`s Badezimmer gezogen. Wir haben nämlich eines ohne Fenster.

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Duschwannen sind in Dänemark nicht so weit verbreitet- da konnte ich den Kindertisch einfach in die Dusche stellen- wie praktisch!

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Auf einem Bogen Fotokarton habe ich den Stoff mit einem Pinsel eingestrichen. Eintauchen und Auswringen habe ich mich nicht getraut- wir sind die ersten Mieter und das nagelneue Badezimmer zu bekleckern ist nicht drin...

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Aus meiner Mappe mit Folien für meine Siebe habe ich mir etwas ausgesucht. Ich war eh`grad dabei, die Motive zu sortieren und viele viele Schwarzweiß Fotokopien werden demnächst zusammen mit anderen Papierschätzen zu Collage-Sets verpackt und käuflich zu erwerben sein...

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Bei zugezogenen Vorhängen habe ich die Folien und einige Pflanzenteile auf dem Stoff angeordnet und mit einer Glasscheibe abgedeckt.

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Und ab damit auf den Balkon in die Mittagssonne. 10 Minuten Belichtungszeit.

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Ein schnelles Foto zwischendurch...

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... und dann ins Wasserbad damit. Die nicht belichtete Chemie löst sich sofort aus den Fasern und das Motiv kommt zum Vorschein.

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Trotz des gröberen Stoffes kommen die Details ganz gut raus, finde ich.

Da zur Post-Kunst ja nun aber immer auch noch ein kleines Kärtchen oder ähnliches gehört, habe ich den Tonkarton, der mir als Unterlage beim Einpinseln der Stoffstücke diente, auch noch kurzerhand belichtet.

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Transparentpapier schluckt mehr Licht, also die Belichtungszeit ein paar Minuten verlängert.

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Im Wasserbad ergab sich in diesem speziellen Fall das Problem, dass der billige Fotokarton sich anschickte, im Wasser zu zerfallen.

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Ein längeres Wasserbad mit häufigem Wasserwechsel war also nicht drin. Da die Chemie gerne noch "wandert" verschwanden einige helle Stellen dann wieder. Die verschwommenen Bereiche entstehen, wenn die Motivfolie keinen direkten Kontakt zum Papier hat und das Licht von der Seite einfällt. Macht in diesem Fall nichts, hätte sich aber vermeiden lassen können.

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Der getrocknete Fotokarton sah dann so aus.

Damit war mir dann auch klar, woher die merkwürdigen braunen Stellen hergekommen waren, mit denen ich bei einigen meiner Stoffstücke zu tun hatte. (Ein weiterer Waschgang ließ das Braun zwar verschwinden, aber ich konnte mir das nicht wirklich erklären)
Die Chemie hatte wohl mit den Inhaltsstoffen des nicht säurefreien Bastelkartons reagiert, welche stellenweise in die Stoffe gewandert war. Bei späteren Tests mit säurefreiem Aquarellpapier passierte das nicht.
Wieder was dazugelernt.
Hübsch ausgesehen hat es aber trotzdem, also habe ich den Karton für kleine Anhänger verwendet.

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Mein Lieblingskreisstanzer!

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Stöffchen noch mal schnell gebügelt...

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...und zusammen mit einer gestempelten Banderole und ein paar Grüßen ab in die Umschläge. Vor lauter Verpackungseifer habe ich leider total vergessen, Fotos von allen belichteten Stoffen zu machen...Hupps... :)






Mittwoch, 16. August 2017

Mail-Art Umschläge : Natürlich in Blau!


Zur jeder anständigen Post-Kunst-Aktion gehören ja auch gestaltete Umschläge. Und mir persönlich macht das Anfertigen der Briefumschläge genausoviel Spaß wie das Werkeln am Inhalt.

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Ich habe kurz mal im Blog geschaut -  für eine Frühlingspost hatte ich diese Umschläge gemacht...

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für die Fischsiebdruckstoff-Aktion hatte ich mit dem Sieb ebenfalls passende Papiere bedruckt und verbastelt.


Und das habe ich dieses Mal wieder gemacht. Blau war angesagt, Blau musste Her:

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Diesen Stapel "Nebenbei-Siebdrucke" habe ich in einer meiner Papierkisten gefunden. Schöne Motivüberlagerungen (wie ich es mag) aber definitiv nicht Blau genug :)

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Verdünnte Acrylfarbe mit einem Schwamm aufgetragen- fertig.

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Mittlerweile habe ich mir Pappschablonen für verschiedene Umschlagformate ausgeschnitten, die ich dann nur noch auf`s Papier legen muss. Drumrumzeichnen, ausschneiden- das ist schnell gemacht.

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Die fertigen Umschläge sehen jeder für sich ein bisschen aus wie kleine Bilder.

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Und es gibt hübsche Details...

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Die Siebe, die ich verwende, sind in erster Linie für Stoffdruck gedacht. Auf Papier kann man hier sogar noch die feinen Maschenabdrücke vom Siebgewebe erkennen, fällt mir gerade auf...

Soviel zur Verpackung- meine Stoffe für die diesjährige Sommerpost zeige ich euch Morgen!





Dienstag, 15. August 2017

Kann man zu viele Moosgummistempel haben?


Ich glaube es eigentlich nicht... :) Meine Stempelplatten vom letzten Mal hatte ich euch ja hier gezeigt.
Die Atelierchaosbewältigung/Wegbastelei von gehortetem Material geht weiter. In einer der zahlreichen Kisten fand sich eine Tüte mit fertig ausgestanzten Moosgummiteilchen.
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Zusammen mit Wellpappe und Buchbinderleim habe ich daraus noch mehr Stempelplatten/Druckstöcke für zukünftige Druckexperimente auf Stoff und Papier hergestellt.

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Und natürlich hatte ich wieder tatkräftige Unterstützung :)

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Auf dieses Exemplar bin ich schon gespannt- wie der Abdruck wohl werden wird?
Ich lasse es euch wissen, wenn es soweit ist...




Freitag, 4. August 2017

Meine Stempelsammlung: der Versuch einer Ordnung

Mein kleines Atelier ist ja immer noch nicht wirklich fertig eingerichtet. Immer noch zu viele Kisten mit Materialien unterschiedlichster Art. Und so ordne und sortiere ich so nebenbei vor mich hin. Aktuell arbeite ich mich Schicht für Schicht durch meine Papierkisten. Ich habe vor, mich von ganz viel Angesammeltem zu trennen...
Schon vor einigen Wochen hatte ich mir mal meine geschnitzten Stempel vorgenommen.
Spätestens nach dem letzten #carvedecember war nämlich eines klar:
Meine Stempelkiste ist zu klein.


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Mit bedrucktem Musterpapier hatte ich mir den Deckel eines besonders stabilen Kartons bezogen.

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Das Innere hatte eine zusätzliche Einlage mit Fächern und Unterteilungen bekommen. Aber wie das so ist- die Stempelsammlung wuchs rapide und die Kiste ist schnell zu klein geworden.

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Im Zuge der allgemeinen Aufräumaktion fanden sich immer mal wieder Stempel zwischen diversen Stapeln und ich habe beschlossen, diese in einem alten Schubladenschrank vom schwedischen Möbelhaus unterzubringen.

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Um möglichst schnell Ordnung in ein total chaotisches Zimmer zu bringen, ist es bekannterweise besonders wichtig, Prioritäten zu setzen.
Deshalb: Erstmal die Schubladen von INNEN bunt anmalen... ist doch klar, oder?

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Jetzt residieren die Stempelreste doch schon mal ganz standesgemäß und auch eine Schublade für noch zu schnitzende Stempel gibt es. Weitere Ordnung nach Themen hat sich noch nicht gelohnt. Bis auf die ganzen runden Formen...

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Davon habe ich ganz schön viele...

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Und jetzt haben sie alle einen festen Platz :)



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